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Die vollständige Erklärung von „Bismillah ar-Rahman ar-Rahim“

Was bedeutet „Bismillah ar-Rahman ar-Rahim“ (بِسْمِ اللهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ)?

Die vollständige Erklärung von „Bismillah ar-Rahman ar-Rahim“ (بِسْمِ اللهِ الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ) in Bedeutung, Theologie und Grammatik

Die vollständige Erklärung von „Bismillah ar-Rahman ar-Rahim“

Die vollständige Erklärung von „Bismillah ar-Rahman ar-Rahim“

Inhaltsverzeichnis

Frage

Was bedeutet „Bismillah ar-Rahman ar-Rahim“ (بِسْمِ الله الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ)? Warum sagen Muslime es vor jeder Handlung, und was bedeutet diese Formel theologisch und grammatikalisch genau?

Kurzantwort:

„Bismillah ar-Rahman ar-Rahim“ (بِسْمِ الله الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ) bedeutet: „Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.“

Ich beginne damit, weil es مُسْتَحَبٌّ ist (empfohlen und verdienstvoll, nicht verpflichtend): Ich stelle meine Angelegenheit bewusst unter Allah, suche Barakah (بَرَكَةٌ, Segen) und Istiʿāna (اِسْتِعَانَةٌ, Hilfe) und verwirkliche damit praktisch den Tauḥīd (تَوْحِيدٌ, Allahs Einzigkeit).

In der Formel ist الله der Eigenname des einen notwendig existierenden Herrn; الرَّحْمٰنُ weist auf Seine umfassende Gnadenerweisung, الرَّحِيمُ auf Seine besondere, feine und fortdauernde Zuwendung. Grammatikalisch ist „بِـ“ (die Bāʾ) bedeutungstragend und hängt an einem ausgelassenen Sinnträger (z. B. „ich beginne/ich handle“), sodass der Sinn lautet: „Ich beginne im Namen Allahs.“

Darum ist die Basmalah keine bloße Formel, sondern eine kurze Zusammenfassung von islamischer Gotteslehre, spiritueller Ausrichtung und sprachlicher Präzision.

Ausführung:

Warum beginne ich mit der Basmalah?

Wenn ich mit بِسْمِ الله الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ beginne, dann geschieht dies nicht aus bloßer Gewohnheit, sondern aus bewusster theologischer Überzeugung. Der Beginn ist im Islam kein neutraler Moment. Wer anfängt, setzt einen Ursprung. Und der Muslim setzt seinen Ursprung nicht in sich selbst, sondern in Allah. Darum ist das Beginnen mit der Basmalah مُسْتَحَبٌّ, also religiös empfohlen und verdienstvoll, ohne verpflichtend zu sein. Diese Einstufung bedeutet, dass ihr Vollzug Lohn (أَجْرٌ) nach sich zieht, während ihre Unterlassung keine Sünde darstellt. Sie gehört zur Vollkommenheit des Adab (أَدَبٌ) und zur inneren Disziplin des Gläubigen.

In diesem Zusammenhang wird von أبي هريرة رضي الله عنه überliefert:

«كُلُّ أَمْرٍ ذِي بَالٍ لَا يُبْدَأُ فِيهِ بِبِسْمِ الله الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ أَقْطَعُ»,

„Jede Angelegenheit von Gewicht, die nicht mit ‚Bismillah ar-Rahman ar-Rahim‘ begonnen wird, ist abgeschnitten.“

Diese Überlieferung wird angeführt bei السيوطي in الجامع الصغير (Nr. 6266), bei السمعاني in أدب الإملاء (S. 51), bei النسائي in عمل اليوم والليلة (Nr. 494) sowie bei ابن ماجه (Nr. 1894). In anderen Fassungen erscheint derselbe Sinn mit der Ḥamdalah: «كُلُّ أَمْرٍ ذِي بَالٍ لَا يُفْتَتَحُ بِالْحَمْدِ لِله فَهُوَ أَبْتَرُ», „Jede Angelegenheit von Gewicht, die nicht mit ‚al-ḥamdu liLlāh‘ eröffnet wird, ist abgeschnitten“, oder allgemeiner: «لَا يُفْتَتَحُ بِذِكْرِ الله», „sie wird nicht mit der Erwähnung Allahs eröffnet.“ Der gemeinsame Kern dieser Überlieferungen liegt in ذِكْرِ الله وَالثَّنَاءِ عَلَيْهِ, also in der bewussten Gotteserinnerung und im Lobpreis als Voraussetzung eines gesegneten Anfangs.

Doch die Basmalah erschöpft sich nicht in einer bloßen Empfehlung. Sie trägt eine klare theologische Aussage in sich. In der vorislamischen Zeit pflegten Menschen ihre Handlungen mit den Namen ihrer Gottheiten zu beginnen, indem sie sagten: بِاسْمِ اللَّاتِ oder بِاسْمِ الْعُزَّى. Der Muslim dagegen sagt bewusst: بِسْمِ الله. Diese Voranstellung ist sprachlich eine Form von اِهْتِمَامٍ, also bewusster Hervorhebung, und inhaltlich sogar eine Form von حَصْرٍ, Exklusivsetzung. Sie bedeutet: Dieser Beginn gehört ausschließlich Allah. Ich schreibe nicht im Namen einer Macht neben Ihm, nicht im Namen meines eigenen Anspruchs, sondern im Namen des Einen.

Gerade in diesem ersten Moment wird die Basmalah zur praktischen Verwirklichung des Tauḥīd (تَوْحِيدٌ). Sie ist تَوَكُّلٌ, vertrauende Hingabe, bevor die Handlung überhaupt begonnen hat. Sie ist إِخْلَاصٌ Aufrichtigkeit im Ansatz. Und sie ist ein bewusstes Eingeständnis der eigenen Bedürftigkeit (اِفْتِقَارٌ) gegenüber dem Herrn aller Dinge. Wer mit der Basmalah beginnt, ordnet seine Tat theologisch ein. Und wer seine Tat theologisch einordnet, hat bereits den ersten Schritt zur Barakah getan.

Vertiefung zum Hadith: sprachliche, methodische und rhetorische Analyse

Wenn ich den Hadith anführe:

«كُلُّ أَمْرٍ ذِي بَالٍ لَا يُبْدَأُ فِيهِ بِبِسْمِ الله الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ أَقْطَعُ»

„Jede Angelegenheit von Gewicht, die nicht mit ‚Bismillah ar-Rahman ar-Rahim‘ begonnen wird, ist abgeschnitten“,

dann ist zunächst der Ausdruck ذِي بَالٍ zu klären.

Bedeutung von „ذِي بَالٍ

Das Wort البَالُ bedeutet im Arabischen: Zustand, Angelegenheit, Gewicht, Bedeutung.

ذُو بَالٍ“ bezeichnet also eine Sache von erheblichem Rang, von Bedeutung oder Tragweite. Gemeint ist nicht jede Kleinigkeit des Alltags, sondern eine Angelegenheit, die sittlich, rechtlich oder existenziell Gewicht besitzt.

Mit dieser Einschränkung wird ausdrücklich ausgeschlossen, was die Gelehrten nennen:

سَفَاسِفُ الْأُمُورِ وَمُحَقِّرَاتُهَا

„Belanglose Dinge und geringfügige Angelegenheiten.“

Für solche Dinge wird keine besondere religiöse Einleitung gefordert. Vielmehr gilt:

Ist die Handlung verboten (مُحَرَّمٌ), so ist es unzulässig, sie mit der Basmalah zu beginnen.

Ist sie verwerflich (مَكْرُوهٌ), so ist es ebenfalls unerwünscht.

Die Basmalah gehört also zu den Angelegenheiten, die Würde besitzen. Sie ist kein mechanisches Wort, das man über jede Handlung legt, sondern ein Ausdruck bewusster Hinwendung.

Bedeutung von „أَقْطَعُ“ – „أَجْذَمُ“ – „أَبْتَرُ

Die im Hadith verwendeten Begriffe tragen alle den Sinn von Mangel und Unvollständigkeit.

أَجْذَمُ bedeutet wörtlich: jemand, dessen Hand abgeschnitten ist.

أَبْتَرُ bedeutet: jemand oder etwas, dessen Ende abgeschnitten ist.

أَقْطَعُ bezeichnet etwas, das abgeschnitten oder unterbrochen ist.

Gemeint ist damit nicht zwingend das äußere Scheitern einer Handlung, sondern ihr innerer Mangel an Vollständigkeit und Barakah.

Hier kann der Ausdruck rhetorisch als التشبيه البليغ verstanden werden.

التشبيه البليغ

= der verkürzte Vergleich, bei dem das Vergleichswort (z.B. „wie“) ausgelassen wird.

Zum Beispiel sagt man im Arabischen:

«زَيْدٌ أَسَدٌ»

„Zayd ist ein Löwe“,

wobei gemeint ist: „Zayd ist wie ein Löwe.“

In ähnlicher Weise kann „أَجْذَمُ“ hier verstanden werden als:

„wie ein Verstümmelter in Bezug auf Vollständigkeit“.

Das heißt: Es handelt sich um einen Vergleich des sinnhaften Mangels mit einem sichtbaren körperlichen Mangel.

Warum dieser Vergleich?

Weil das sinnlich Wahrnehmbare (الْحِسِّيُّ) für die Seele leichter und schneller begreifbar ist als das rein Bedeutungsbezogene (الْمَعْنَوِيُّ). Darum wurde der geistige Mangel mit einem körperlichen Mangel verglichen. Der Mensch versteht schneller, was „abgeschnitten“ bedeutet, wenn er ein sichtbares Bild vor Augen hat.

Frage: Entsteht ein endloser Kreislauf?

Es könnte eingewandt werden:

Wenn jede bedeutende Angelegenheit mit der Basmalah begonnen werden soll, dann gehört auch die Basmalah selbst zu den „ذَوَاتِ الْبَالِ“ – also zu den Angelegenheiten von Gewicht. Dann müsste sie selbst wiederum mit einer Basmalah beginnen. Und diese wiederum mit einer weiteren. Und so weiter ins Unendliche.

Auf diesen Einwand werden zwei Antworten gegeben.

Die erste lautet: Gemeint ist nur die Angelegenheit, die um ihrer selbst willen beabsichtigt ist, nicht das, was bloß Mittel zu etwas anderem ist.

Die zweite – und stärkere – Antwort lautet: Die Basmalah selbst trägt bereits die Barakah in sich, so wie sie für andere Angelegenheiten Barakah bringt. Sie bedarf keiner zusätzlichen Basmalah.

Man vergleicht dies mit dem Beispiel:

Eine bestimmte Anzahl von Tieren im Zakāt-Bereich bringt Reinigung sowohl für sich selbst als auch für den restlichen Bestand. So ist auch die Basmalah selbst Quelle der Barakah für sich und für das, was folgt.

Diese zweite Antwort ist stärker, weil auch Mittelhandlungen – etwa die rituelle Waschung (وُضُوءٌ) – selbst mit der Basmalah begonnen werden können, obwohl sie Mittel zu etwas anderem sind.

Ein weiterer Einwand: Die Realität widerspricht doch scheinbar

Es könnte eingewandt werden:

Viele Handlungen beginnen mit Basmalah und Ḥamdalah und werden dennoch nicht vollendet. Und viele andere werden vollendet, obwohl sie ohne Basmalah begonnen wurden.

Die Antwort lautet:

Die im Hadith gemeinte „Vollständigkeit“ (تَمَامٌ) ist nicht notwendigerweise die äußere Vollendung im sichtbaren Sinn, sondern die innere Vollständigkeit im religiösen Maßstab.

Gemeint ist:

Vollständig im Sinne der religiösen Anerkennung (اِعْتِبَارٌ شَرْعِيٌّ)

und vollständig im Sinne der Barakah.

Eine Handlung kann äußerlich abgeschlossen sein, aber im Sinne der göttlichen Wertung mangelhaft bleiben. Der Hadith spricht vom Mangel im Sinn (نَقْصٌ فِي الْمَعْنَى), nicht zwingend vom sichtbaren Scheitern.

Ein Qur’anischer Einwand: Der Brief Sulaymans

Es könnte weiter eingewandt werden:

Allah berichtet im Qur’an:

{ إِنَّهُ مِنْ سُلَيْمَانَ وَإِنَّهُ بِسْمِ الله الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ }

(Sūrat an-Naml 27:30)

„Er ist von Sulayman, und er lautet: Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.“

Doch in der Form des Briefes wird zunächst gesagt:

„Von Sulayman …“

und erst danach folgt die Basmalah.

Wie ist das zu verstehen, wenn doch der Hadith fordert, mit Allahs Namen zu beginnen?

Eine der besten Antworten lautet:

Da die Königin Bilqīs noch Ungläubige war, bestand die Möglichkeit, dass sie den göttlichen Namen verächtlich behandeln könnte, wenn er an erster Stelle stünde. Darum wurde zunächst der Absender genannt, um den göttlichen Namen vor möglicher Missachtung zu schützen.

Hier zeigt sich: Die Anwendung des Prinzips richtet sich nach Weisheit und Kontext.

Warum sagt man „بِسْمِ الله“ und nicht „بِالله“?

Es könnte gefragt werden:

Wenn der Hadith vom Beginnen „mit dem Namen Allahs“ spricht, warum sagt man dann „بِسْمِ الله“ und nicht einfach „بِالله“?

Die Antwort liegt in einer sprachmethodischen Regel:

Wenn ein Urteil über einen „Namen“ ausgesprochen wird, so richtet es sich in Wahrheit auf dessen Bedeutung (مَدْلُولُهُ), es sei denn, es gibt eine gegenteilige Hinweisung.

Wenn ich sage: „Ich erwähnte den Namen Zayd“, dann bedeutet das nicht, dass ich das Wort „Name“ ausgesprochen habe, sondern dass ich „Zayd“ ausgesprochen habe.

Ebenso bedeutet:

„بِسْمِ الله أَبْتَدِئُ“

„Ich beginne im Namen Allahs“,

dass ich mit der Benennung Allahs beginne, also mit der ehrenden Nennung Seines Namens.

Außerdem liegt darin ein Unterschied zwischen:

الْيَمِينِ – dem Schwören „bei Allah“

und التَّيَمُّنِ – dem Suchen von Segen durch Nennung des Namens.

Ist der Name identisch mit dem Benannten?

(هَلِ الِاسْمُ عَيْنُ الْمُسَمَّى أَمْ غَيْرُهُ؟)

Wenn ich „بِسْمِ الله“ sage, dann kann ich die Frage nicht umgehen, was „الِاسْمُ“ eigentlich ist. Ist der Name identisch mit dem Benannten, oder ist er etwas anderes als das, worauf er verweist?

Die klassische Formulierung lautet:

هَلِ الِاسْمُ عَيْنُ الْمُسَمَّى أَمْ غَيْرُهُ؟

Ist der Name identisch mit dem Benannten oder etwas anderes als er?

Diese Frage betrifft nicht nur Sprachtheorie, sondern die Struktur der Gotteslehre selbst.

Zunächst ist zu unterscheiden, was mit „Name“ gemeint ist. Wenn mit dem Namen die reine Wesenheit gemeint ist – also ذَاتُ الشَّيْءِ –, dann ist er selbstverständlich identisch mit dem Benannten. In diesem Sinne heißt es:

«ذَاتُ الشَّيْءِ فَهُوَ عَيْنُ الْمُسَمَّى لَكِنَّهُ لَمْ يَشْتَهِرْ بِهَذَا الْمَعْنَى»

Wenn mit dem Namen die Wesenheit selbst gemeint ist, dann ist er identisch mit dem Benannten; doch diese Bedeutung ist nicht die übliche.

Gewöhnlich meint man mit „Name“ nicht die ontologische Realität, sondern das Wort, das auf sie hinweist. Das ausgesprochene Wort „الله“ besteht aus Lauten und Buchstaben; Allah selbst ist nicht aus Lauten und Buchstaben zusammengesetzt. In diesem Sinn ist der Name als Wortform selbstverständlich nicht identisch mit dem Benannten.

Die eigentliche Differenzierung beginnt jedoch, wenn mit dem Namen eine Eigenschaft gemeint ist. Es heißt:

«وَأَمَّا لَوْ أُرِيدَ بِالِاسْمِ الصِّفَةُ لَانْقَسَمَ انْقِسَامَهَا»

Wenn mit dem Namen die Eigenschaft gemeint ist, richtet sich das Urteil nach der Art dieser Eigenschaft.

Hier ist nicht jede Eigenschaft gleich zu behandeln.

Bei Bezeichnungen wie الْوَاحِدُ (der Eine) oder الْقَدِيمُ (der Ewige) handelt es sich um Bestimmungen, die unmittelbar die göttliche Wesenheit betreffen. In diesem Fall heißt es:

«فَيَكُونُ عَيْنُ الْمُسَمَّى فِي الْوَاحِدِ وَالْقَدِيمِ»

Dann ist er identisch mit dem Benannten bei „der Eine“ und „der Ewige“.

Hier beschreibt der Name keine zusätzliche Wirklichkeit neben Allah, sondern die Realität selbst.

Anders verhält es sich bei Namen wie الْخَالِقُ (der Schöpfer) oder الرَّازِقُ (der Versorger). Diese setzen eine Beziehung zur Schöpfung voraus und bezeichnen göttliche Handlungen. Deshalb heißt es:

«وَغَيْرُهُ فِي كَالْخَالِقِ وَالرَّازِقِ»

Und nicht identisch bei Begriffen wie „der Schöpfer“ und „der Versorger“.

Hier ist der Name nicht identisch mit der bloßen Wesenheit, da er eine relationale Bestimmung ausdrückt.

Noch differenzierter ist die Lage bei Wesenseigenschaften wie الْحَيُّ (der Lebendige) oder السَّمِيعُ (der Hörende). Diese gehören zu den sogenannten صِفَاتِ الذَّاتِ – Eigenschaften, die Allah von Ewigkeit her zukommen. Über sie wird gesagt:

«وَيَكُونُ لَا عَيْنًا وَلَا غَيْرًا فِي نَحْوِ الْحَيِّ وَالسَّمِيعِ وَسَائِرِ صِفَاتِ الذَّاتِ»

Und er ist weder identisch noch vollständig verschieden bei „der Lebendige“, „der Hörende“ und den übrigen Wesenseigenschaften.

Die Formulierung لا عين ولا غير ist hier entscheidend. Sie bedeutet: Die Eigenschaft ist keine eigenständige, vom göttlichen Wesen getrennte Realität, aber sie ist auch nicht bloße sprachliche Konvention. Sie ist real, ohne eine Vielheit im göttlichen Sein zu begründen.

Damit wird zweierlei gewahrt:

Zum einen die Transzendenz (تَنْزِيهٌ) Allahs, indem jede Vorstellung von Zusammensetzung zurückgewiesen wird;

zum anderen die Realität Seiner Eigenschaften, indem sie nicht auf reine Begriffe reduziert werden.

Die Frage „Ist der Name identisch mit dem Benannten?“ lässt sich daher nicht pauschal beantworten. Meint man das Wort, ist er nicht identisch. Meint man die Wesenheit selbst, ist er identisch. Meint man eine Eigenschaft, so ist zwischen Wesenseigenschaften und Handlungsbezeichnungen zu unterscheiden.

Diese Differenzierung ist keine scholastische Feinheit, sondern schützt das Verständnis der göttlichen Namen vor Vereinfachung. Wer „بِسْمِ الله“ sagt, bewegt sich – bewusst oder unbewusst – innerhalb dieser theologischen Struktur.

Was bedeutet „اسم“?

Sprachliche Definition, Ableitung und ihre theologischen Implikationen

(التعريف اللغوي والاصطلاحي والاشتقاق)

Wenn ich in der Basmalah „بِسْمِ الله“ sage, dann ist es notwendig, zunächst zu klären, was „اسم“ überhaupt bedeutet. Denn ohne die sprachliche Grundlage bleibt die theologische Diskussion unvollständig.

Die Gelehrten definieren das „اسم“ zunächst sprachlich (لُغَةً) und terminologisch (اصطِلَاحًا).

Sprachlich heißt es:

«الِاسْمُ لُغَةً مَا دَلَّ عَلَى مُسَمًّى»

„Ein Name ist sprachlich das, was auf ein Benanntes hinweist.“

Das heißt: Ein Name ist ein Zeichen, das auf eine Realität verweist.

Terminologisch wird er definiert als:

«مَا دَلَّ مُفْرَدًا عَلَى مَعْنًى بِنَفْسِهِ غَيْرُ مُتَعَرِّضٍ بِبَيِّنَتِهِ لِلزَّمَانِ»

„Ein Wort, das einzeln auf eine Bedeutung hinweist, ohne in seiner Struktur auf eine Zeitdimension hinzuweisen.“

Das unterscheidet das Nomen vom Verb. Das Verb enthält eine Zeitkomponente; das Nomen nicht.

Die Ableitungsfrage: السُّمُوّ oder السِّمَة؟

Die Sprachgelehrten diskutierten sodann die Frage der Etymologie (اِشْتِقَاقٌ).

Die Baṣrī-Gelehrten sagten:

«الِاسْمُ مُشْتَقٌّ مِنَ السُّمُوِّ»

„Der Name ist abgeleitet von السُّمُوِّ.“

السُّمُوّ bedeutet Erhabenheit, Erhöhung. Nach dieser Auffassung heißt „اسم“, weil es das Benannte erhöht und hervorhebt. Der Name bringt das Benannte ans Licht.

Nach dieser Schule ist der Ursprung „سَمَوَ“; daher sei der letzte Buchstabe (لام الكلمة) ursprünglich ein „و“.

Die Kūfī-Gelehrten hingegen sagten:

«الِاسْمُ مُشْتَقٌّ مِنَ السِّمَةِ»

„Der Name ist abgeleitet von السِّمَةِ.“

السِّمَة bedeutet Kennzeichen oder Merkmal. Nach dieser Auffassung heißt „اسم“, weil es ein Zeichen ist, das auf das Benannte verweist. Hier wird der Ursprung auf „وَسْمٌ“ zurückgeführt.

Beide Schulen vertreten somit unterschiedliche Ableitungen:

Die eine betont die Erhöhung (السُّمُوّ), die andere das Kennzeichnen (السِّمَة).

Theologische Konsequenz dieser sprachlichen Differenz

Auf den ersten Blick scheint diese Diskussion rein sprachlich zu sein. Doch sie hat eine tiefere Implikation.

Wenn „اسم“ von „السُّمُوّ“ abgeleitet wird, liegt der Schwerpunkt auf der Erhabenheit des Benannten. Überträgt man dies auf die göttlichen Namen, so unterstreicht dies ihre Ewigkeit und ihre erhabene Wirklichkeit.

Wenn „اسم“ hingegen von „السِّمَة“ abgeleitet wird, liegt der Schwerpunkt auf der Bezeichnung als Kennzeichen. Theoretisch könnte man daraus schließen, dass die Bezeichnung in gewissem Sinn relational ist.

Hier wurde gelegentlich der Einwand formuliert, dass aus einer bestimmten sprachlichen Ableitung theologische Konsequenzen folgen könnten, etwa hinsichtlich der Frage, ob göttliche Eigenschaften ewig oder in Beziehung zur Schöpfung stehend gedacht werden.

Doch hier gilt eine wichtige methodische Regel:

«لَازِمُ الْمَذْهَبِ لَيْسَ بِمَذْهَبٍ»

„Die notwendige Folge einer Position ist nicht automatisch die Position selbst.“

Das bedeutet: Man darf aus einer sprachlichen Analyse nicht vorschnell dogmatische Konsequenzen ziehen. Die Frage der Ableitung ist zunächst eine sprachwissenschaftliche, nicht eine theologische Festlegung.

Das Wort „اسم“ ist kein beiläufiger Ausdruck. Es ist ein Hinweis, ein Zeichen, ein sprachliches Mittel, das eine Wirklichkeit trägt. Ob man es von „Erhebung“ oder von „Kennzeichnung“ ableitet – in beiden Fällen bleibt die zentrale Wahrheit bestehen: Der Name ist nicht die Realität selbst, sondern das Mittel, durch das sie erkannt wird.

Wenn ich also „بِسْمِ الله“ sage, dann beginne ich mit der Benennung dessen, der erhaben ist, und mit dem Zeichen, das auf Ihn verweist. Ich beginne nicht mit mir, sondern mit dem, dessen Name über allem steht.

Der Eigenname „الله“ – Definition, Ableitung, Einzigartigkeit und Stellung

Wenn ich den Namen الله ausspreche, dann spreche ich keinen gewöhnlichen Namen unter vielen aus, sondern den Eigen­namen des Herrn der Welten. Dieser Name wird klassisch definiert als:

«الله عَلَمٌ عَلَى الذَّاتِ الْوَاجِبِ الْوُجُودِ الْمُسْتَحِقِّ لِجَمِيعِ الْمَحَامِدِ»

„Allah ist ein Eigenname für die notwendig existierende Wesenheit, der alle Lobpreisungen zustehen.“

Mit عَلَمٌ ist hier ein Eigenname gemeint, kein bloß beschreibender Begriff. Er bezeichnet nicht eine Eigenschaft unter anderen, sondern die göttliche Realität selbst. Darum wird gesagt:

«فَهُوَ جُزْئِيٌّ»

„Er ist ein Einzelbegriff.“

Das bedeutet: Er bezeichnet keine Gattung (كُلِّيٌّ), sondern eine einzige konkrete Realität. Wenn ich sage „الْوَاجِبُ الْوُجُودِ“ – der notwendig Existierende –, dann dient diese Beschreibung lediglich der Bestimmung (تَعْيِينٌ), nicht der Verallgemeinerung. Man kann also nicht einwenden, dass „الْوَاجِبُ الْوُجُودِ“ ein allgemeiner Begriff sei und deshalb die Aussage:

«لَا إِلٰهَ إِلَّا الله»

nicht eindeutig auf ein bestimmtes Wesen verweise. Vielmehr ist „الله“ der bestimmende Eigenname, und die Beschreibung klärt nur, wen er bezeichnet.

Gerade deshalb gilt dieser Name als:

«أَعْرَفُ الْمَعَارِفِ»

„der bekannteste aller Begriffe“,

und nach der Auffassung vieler Gelehrter gehört er zum:

«الاِسْمُ الأَعْظَمُ»

„dem größten Namen“.

Wenn dennoch viele Menschen mit diesem Namen rufen und ihre Bitten nicht erhört sehen, so liegt das nicht an einem Mangel des Namens, sondern an der Nichterfüllung der Bedingungen des Duʿāʾ. Zu diesen Bedingungen gehört unter anderem:

أَكْلُ الْحَلَالِ

das Essen von Erlaubtem.

Der Name bleibt vollkommen; der Mangel liegt beim Bittenden.

Die Einzigartigkeit dieses Namens

Dieser Name wurde keinem anderen gegeben. Er ist nicht übertragbar. Es wird berichtet, dass manche Tyrannen beabsichtigten, ihre Kinder mit diesem Namen zu benennen, woraufhin – so wird erzählt – göttliche Strafe eintrat. Ob diese Berichte historisch belegt sind oder nicht, entscheidend ist die theologische Aussage: Dieser Name ist nicht teilbar.

Die Frage der Ableitung (الاِشْتِقَاق)

Die Gelehrten differierten hinsichtlich der Herkunft dieses Namens.

Nach der kufischen Schule sei der Ursprung:

«لَاهٍ»

abgeleitet von „لَاهَ“ im Sinn von „sich verbergen“ oder „erhaben sein“. Allah ist demnach verborgen vor den Blicken (مَحْجُوبٌ عَنْ إِدْرَاكِ الْأَبْصَارِ) und erhaben über alles Unwürdige. Durch Hinzufügung von „ال“ und lautlicher Verschmelzung entstand „الله“. Nach dieser Auffassung ist der Name nicht abgeleitet (غَيْرُ مُشْتَقٍّ).

Nach der baṣrischen Schule geht der Name zurück auf:

«إِلٰهٌ»

„der Angebetete“.

إِلٰهٌ“ ist nach dieser Auffassung ein اسم مفعول, also „der, der angebetet wird“. Mit Einführung des bestimmten Artikels wurde daraus „الْإِلٰهُ“, sodann fiel die Hamza weg, es kam zur Verschmelzung, und daraus entstand „الله“. Nach dieser Ansicht ist der Name also abgeleitet (مُشْتَقٌّ).

Vor Einführung des Artikels bezeichnete „إِلٰهٌ“ jede angebetete Gottheit. Nach Einführung von „ال“ wurde er durch Überlegenheit (غَلَبَةٌ) zum Eigen­namen der einen göttlichen Realität. Diese Überlegenheit wird unterschieden in:

  • غَلَبَةٌ تَحْقِيقِيَّةٌ – tatsächliche, faktische Überlegenheit,
  • غَلَبَةٌ تَقْدِيرِيَّةٌ – begriffliche Überlegenheit.

Bei „الله“ liegt Letzteres vor, da es nur eine einzige göttliche Realität gibt, auch wenn der Begriff theoretisch mehrere bezeichnen könnte.

Innerhalb der baṣrischen Ableitung wurde wiederum differiert, wovon „إِلٰهٌ“ abgeleitet sei:

  • von أَلِهَ يَأْلَهُ im Sinn von „anbeten“ (عَبَدَ),
  • oder von „تحيّر“ – sich verwirren, da sich der Verstand in Seiner Erkenntnis verliert,
  • oder von „أَلِهَ إِلَيْهِ“ – sich zuwenden, da die Herzen Ruhe in Seiner Erinnerung finden.

All diese Ableitungen versuchen, Aspekte der göttlichen Beziehung zum Menschen sprachlich zu erfassen.

Wichtig ist jedoch: Der Streit betrifft den sprachlichen Ursprung (أَصْلُ اللَّفْظِ), nicht die Realität des Namens selbst.

التَّعَلُّقُ“ und „التَّخَلُّقُ

Es wird von Abū al-Qāsim al-Qušayrī überliefert:

«جَمِيعُ أَسْمَائِهِ تَعَالَى صَالِحَةٌ لِلتَّخَلُّقِ بِهَا أَوِ التَّعَلُّقِ إِلَّا لَفْظَ الْجَلَالَةِ»

„Alle Seine Namen sind geeignet zur Aneignung (takhalluq) oder zur Anlehnung (taʿalluq), außer dem Namen der Majestät.“

التَّعَلُّقُ bedeutet: sich an Allah anlehnen, auf Ihn vertrauen, sich von Ihm abhängig wissen.

التَّخَلُّقُ bedeutet: sich mit einer Eigenschaft schmücken.

Ein Mensch kann „رحيم“ im begrenzten Sinn sein. Er kann „حليم“ – nachsichtig – sein. Doch er kann nicht „الله“ sein. Der Name „الله“ erlaubt keine Teilhabe.

Damit wird deutlich: „الله“ ist kein beschreibender Name unter vielen, sondern der Eigenname der göttlichen Wirklichkeit. Er steht über den Attributen und umfasst sie zugleich.

Wenn ich also „بِسْمِ الله“ sage, dann beginne ich nicht mit einer einzelnen Eigenschaft, sondern mit der Nennung der absoluten göttlichen Realität selbst.

الرَّحْمٰنُ الرَّحِيمُ“ – Bedeutung, sprachliche Form und theologische Auslegung der Raḥmah

Bedeutungsdifferenz: große und feine Wohltaten

Wenn ich nach dem Eigennamen الله die beiden Namen الرَّحْمٰنُ und الرَّحِيمُ nenne, dann nenne ich keine bloßen Synonyme, sondern zwei gezielte Entfaltungen der göttlichen Gnadenerweisung. الرَّحْمٰنُ ist, wie man es präzise ausdrückt, «الْبَالِغُ فِي الرَّحْمَةِ وَالْإِنْعَامِ» – „der die Raḥmah und das Gnadenerweisen in höchster Vollendung erreicht“, und zwar insofern Allah «الْمُنْعِمُ بِجَلَائِلِ النِّعَمِ» ist – „der Wohltäter durch die großen, erhabenen Gaben“. الرَّحِيمُ hingegen ist «الْمُنْعِمُ بِدَقَائِقِ النِّعَمِ» – „der Wohltäter durch die feinen, verborgenen Gaben“. Auf diese Weise wird die Barmherzigkeit zugleich als umfassende Gnadenerweisung und als feine, detailreiche Zuwendung verstanden: das Offenkundige und das Verborgene, das Große und das Kleine.

Sprachliche Form: صِفَةٌ مُشَبَّهَةٌ und die Frage der „mubālaġah“

Sprachlich ist entscheidend, dass beide Namen als feste Eigenschaftsformen erscheinen: «وَالرَّحْمٰنُ وَالرَّحِيمُ صِفَتَانِ مُشَبَّهَتَانِ بُنِيَتَا لِلْمُبَالَغَةِ» – „ar-Raḥmān und ar-Raḥīm sind zwei ṣifāt mušabbahatān, die im Bau der Verstärkung gesetzt wurden“, ähnlich wie «كَالْعَلِيمِ مِنْ عَلِمَ» – „wie ʿalīm von ʿalima“. Doch diese Verstärkungsform darf bei Allah nicht als menschliche Übertreibung missverstanden werden. Denn „mubālaġah“ im eigentlichen Sinn wäre «إِثْبَاتُكَ لِلشَّيْءِ أَكْثَرَ مِمَّا يَسْتَحِقُّهُ» – „dass man einer Sache mehr zuschreibt, als ihr zusteht“; das ist nur möglich, wo Zunahme und Abnahme denkbar sind: «وَلَا يَصِحُّ ذَلِكَ إِلَّا فِيمَا يَقْبَلُ الزِّيَادَةَ وَالنَّقْصَ» – „und das gilt nur dort, wo Steigerung und Minderung möglich sind“. Allahs Eigenschaften aber sind davon gereinigt: «وَصِفَاتُهُ تَعَالَى مُنَزَّهَةٌ عَنْ ذَلِكَ لِبُلُوغِهَا الْغَايَةَ» – „Seine Eigenschaften sind erhaben über so etwas, weil sie die äußerste Vollendung erreicht haben“. Darum ist die Form der Verstärkung hier eine sprachliche Struktur, keine inhaltliche Übertreibung.

Ein naḥw-Einwand: Bildung der صِفَةٌ مُشَبَّهَةٌ trotz transitiver Verbform

Man könnte einwenden, die صِفَةٌ مُشَبَّهَةٌ werde nur aus einem لازِم gebildet, während رَحِمَ als Verb eigentlich transitiv (مُتَعَدٍّ) ist. Die Antwort lautet: Ein transitives Verb kann, wenn es in Lob oder Tadel als Charakterbeschreibung gebraucht wird, in den Rang eines لازِم treten: «الْفِعْلُ الْمُتَعَدِّي إِذَا أُرِيدَ بِهِ الْمَدْحُ أَوِ الذَّمُّ يُجْعَلُ لَازِمًا بِمَنْزِلَةِ فِعْلِ الْغَرِيزَةِ» – „das transitive Verb wird bei Lob oder Tadel wie ein intransitives Anlage-Verb behandelt“. Dabei ist zu unterscheiden: Entweder bleibt es im Ursprung transitiv, aber man schneidet den Blick vom Objekt ab, so dass es weder genannt noch gedacht wird; oder es wird tatsächlich als لازِم behandelt. In beiden Fällen bleibt die Ableitung sprachlich stimmig.

Theologischer Kern: raḥmah ist bei Allah Ziel, nicht Ausgangszustand

Der zentrale Punkt liegt jedoch in der theologischen Auslegung der „رَحْمَة“. Sprachlich ist Raḥmah im Ausgangssinn «رِقَّةٌ فِي الْقَلْبِ وَانْعِطَافٌ» – „Weichheit im Herzen und innere Zuwendung“, die «تَقْتَضِي التَّفَضُّلَ وَالْإِحْسَانَ» – „Gunst und Wohltat nach sich zieht“. Dieser emotionale Ausgangszustand ist aber bei Allah unmöglich: «وَهَذَا الْمَعْنَى مُحَالٌ فِي حَقِّهِ تَعَالَى» – „dieser Sinn ist in Bezug auf Ihn unmöglich“. Darum gilt die Regel: «فَيَجِبُ حَمْلُهُ فِي حَقِّهِ تَعَالَى عَلَى الْغَايَةِ لَا عَلَى الْمَبْدَإِ» – „man muss ihn bei Allah auf das Ziel beziehen, nicht auf den Anfang“. Denn «فَالتَّفَضُّلُ وَالْإِحْسَانُ غَايَةُ الرَّحْمَةِ وَالرِّقَّةُ مَبْدَؤُهَا» – „Gunst und Wohltat sind das Ziel der Raḥmah, während die Weichheit ihr Anfang ist“. Und diese Grundregel gilt entsprechend auch für andere Namen, deren sprachliche Ausgangsbedeutungen beim Menschen innere Regungen wären: Bei Allah werden die „Ziele“ (غَايَات) verstanden, nicht die „Anfänge“ (مَبَادِئ).

Daraus ergibt sich die präzise Bestimmung: Raḥmah ist bei Allah entweder «إِرَادَةُ التَّفَضُّلِ» – „der Wille zur Gnadenerweisung“, wenn man sie als Wesenseigenschaft fasst, oder «نَفْسُ التَّفَضُّلِ» – „die Gnadenerweisung selbst“, wenn man sie als Handlungseigenschaft betrachtet. Rhetorisch wird das als «مَجَازٌ مُرْسَلٌ» erklärt – etwa indem der Name einer Ursache für die Wirkung gebraucht wird –, oder als «اِسْتِعَارَةٌ تَمْثِيلِيَّةٌ», indem Allahs Handeln im Bild eines Königs veranschaulicht wird, der seine Untertanen mit Wohltaten überhäuft; genannt wird „Raḥmah“, gemeint ist ihre Wirkung الإِحْسَانُ („Wohltat“) oder der Wille dazu.

Warum die Reihenfolge: „الله“ vor „الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ“ – und „الرَّحْمٰنُ“ vor „الرَّحِيمِ

Die Reihenfolge der Basmalah trägt ihre eigene Logik. Dass الله vor الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ steht, erklärt sich daraus, dass „Allah“ hier als Eigenname genannt wird: «وَإِنَّمَا قُدِّمَ الله عَلَى الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ لِأَنَّهُ اسْمٌ بِخِلَافِهِمَا، وَالذَّاتُ مُقَدَّمَةٌ عَلَى الصِّفَاتِ» – „Allah wurde vor ar-Raḥmān ar-Raḥīm vorangestellt, weil er (hier) der Eigenname ist, im Unterschied zu den beiden, und die Wesenheit wird den Eigenschaften vorangestellt.“ Danach folgt die zweite Ordnung: الرَّحْمٰنُ steht vor الرَّحِيمِ, unter anderem wegen seiner stärkeren Exklusivität für Allah: «مِنْهَا اخْتِصَاصُهُ بِالْبَارِئِ بِخِلَافِ الرَّحِيمِ» – „ar-Raḥmān ist Allah vorbehalten, anders als ar-Raḥīm“. Hinzu kommt die größere Eindringlichkeit der Form: «زِيَادَةُ الْبِنَاءِ تَدُلُّ عَلَى زِيَادَةِ الْمَعْنَى» – „die Mehrung der Wortform weist oft auf Mehrung der Bedeutung hin“, wobei diese Regel nicht absolut, aber als Mehrheitssinn zu verstehen ist. Schließlich ist die innere Weisheit der Kombination klar: Wenn الرَّحْمٰنُ die großen Wohltaten umfasst und الرَّحِيمُ die feinen, dann folgt der zweite als Vollendung: erst das Umfassende, dann das Detail; erst das Große, dann das Feine. So wird dem Leser eingeprägt, dass der, dessen Hilfe ich in allen Angelegenheiten suche, der wahre Anbetungswürdige ist und der Herr aller Gaben – der sofortigen und der zukünftigen, der großen und der kleinen.

Die Bāʾ in „بِسْمِ الله“ – ?زائدَة أم أصلِيَّة

Nachdem die Namen الله الرَّحْمٰنُ الرَّحِيمُ in ihrer Bedeutung geklärt sind, stellt sich eine grammatische, aber zugleich theologisch bedeutsame Frage: Was ist die Funktion der بَاء in بِسْمِ الله?

Ist die Bāʾ زائدَة (hinzugefügt) oder أصلِيَّة (bedeutungstragend)?

Es wurde die Ansicht vertreten:

«الْبَاءُ زَائِدَةٌ فَلَا تَتَعَلَّقُ بِشَيْءٍ»

„Die Bāʾ sei hinzugefügt und hänge an nichts.“

Nach dieser Auffassung wäre „اسم“ als مبتدأ zu verstehen, dessen خبر ausgelassen ist, etwa im Sinn von: „Der Name Allahs ist mein Beginn“ oder „Der Name Allahs ist meine Hilfe“.

Doch die stärkere und methodisch tragfähigere Auffassung lautet:

«وَالصَّوَابُ أَنَّهَا أَصْلِيَّةٌ مُتَعَلِّقَةٌ بِمَحْذُوفٍ»

„Die richtige Auffassung ist, dass sie ursprünglich ist und an etwas Ausgelassenes gebunden ist.“

Das bedeutet: Die Bāʾ trägt Bedeutung und ist nicht bloß ein Zusatz. Sie verlangt ein تعلق – einen Regens, der jedoch ausgelassen ist.

Was ist das ausgelassene Element?

Dieses Ausgelassene (المُتَعَلَّقُ المَحْذُوفُ) kann theoretisch verschiedene Formen annehmen. Es kann:

  • ein Verb oder ein Nomen sein,
  • spezifisch oder allgemein,
  • vorangestellt oder nachgestellt.

Daraus ergeben sich – klassisch betrachtet – mehrere mögliche Rekonstruktionen. Doch unter diesen Möglichkeiten ist eine Deutung vorzuziehen.

Die bevorzugte Auffassung lautet, dass das Ausgelassene:

  • ein Verb ist,
  • spezifisch (nicht allgemein),
  • und nachgestellt.

Mit anderen Worten: Wenn ich sage بِسْمِ الله الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ, dann ist die implizite Bedeutung:

أَبْدَأُ بِسْمِ الله“ – „Ich beginne im Namen Allahs“

oder

أُؤَلِّفُ بِسْمِ الله“ – „Ich verfasse im Namen Allahs“

Warum ist ein Verb vorzuziehen?

Der Grund ist sprachmethodisch:

«الْأَصْلُ فِي الْعَمَلِ لِلْأَفْعَالِ»

„Das Grundprinzip des Regierens liegt bei den Verben.“

Würde man stattdessen ein Nomen annehmen, entstünde zusätzliche Auslassung: Man müsste sowohl einen Zusatz als auch eine verborgene Beziehung rekonstruieren. Ein Verb ist direkter und grammatisch schlichter.

Zudem liegt in der Verbdeutung weniger implizite Mehrdeutigkeit. Die Struktur wird klarer.

Warum spezifisch und nicht allgemein?

Man könnte ein allgemeines Wort wie „كائنٌ“ oder „مستقرٌّ“ annehmen – also „seiend“ oder „bestehend“. Doch solche allgemeine Regenten sind stilistisch schwach.

Die bessere Deutung ist:

Jeder, der etwas beginnt, trägt in seinem Inneren das konkrete Verb dessen, was er tut.

Wer schreibt, meint „ich schreibe“.

Wer liest, meint „ich lese“.

Wer handelt, meint „ich handle“.

Die Basmalah wird also jeweils an das konkrete Werk angeschlossen. Darum ist das Verb spezifisch.

Warum nachgestellt?

Die Reihenfolge der Worte trägt hier Bedeutung. Dass „بِسْمِ الله“ vorangestellt ist, erzeugt – wie bereits erläutert – entweder اِهْتِمَامًا (Hervorhebung) oder sogar حَصْرًا (Exklusivsetzung).

Diese Voranstellung ist stilistisch vergleichbar mit:

{ إِيَّاكَ نَعْبُدُ }

„Dich allein dienen wir.“

Dort wird das Objekt vorangestellt, um Exklusivität zu betonen.

Hier bedeutet die Voranstellung:

Mein Beginnen ist ausschließlich mit dem Namen Allahs verbunden.

Unterschied zu „اقْرَأْ بِاسْمِ رَبِّكَ

Man könnte einwenden: Im Qur’an heißt es:

{ اقْرَأْ بِاسْمِ رَبِّكَ }

„Lies im Namen deines Herrn.“

Hier steht das Verb voran.

Die Antwort liegt im Kontext (مُقْتَضَى الْحَالِ). Dort war der Befehl zum Lesen der zentrale Moment der Offenbarung. Die situative Wichtigkeit (أهميّة عارضة) verlangte die Voranstellung des Verbs. Die Basmalah hingegen ist eine bewusste theologische Setzung am Anfang einer Handlung.

Balāgha bedeutet stets:

Übereinstimmung der Rede mit dem Kontext.

Frage: Ist die Auslassung erlaubt oder verpflichtend?

Es könnte gefragt werden: Ist das Auslassen dieses Verbs zwingend oder nur erlaubt?

Die Antwort lautet: Wenn das Ausgelassene spezifisch ist und eine klare Kontextanzeige (قرينة) vorliegt – wie hier beim tatsächlichen Beginn einer Handlung –, dann ist die Auslassung zulässig. Die قرينة besteht hier im Akt des Beginnens selbst sowie in der gewohnheitsmäßigen Verwendung dieser Formel.

Ist jedoch kein klarer Hinweis vorhanden, müsste das Ausgelassene genannt werden. Denn ausgelassen wird nur, was verständlich ist.

Iʿrāb-Hinweis (syntaktische Einordnung)

Bei Annahme eines Verbs als Regens ist der Ausdruck „بِسْمِ الله“ entweder als مفعول فيه oder als حال zu verstehen – je nach Rekonstruktion. Wird hingegen ein nominaler Regens angenommen, ergeben sich andere syntaktische Möglichkeiten.

Doch unabhängig von der genauen Analyse bleibt der Sinn derselbe: Die Bāʾ ist bedeutungstragend und bringt entweder الاِسْتِعَانَةَ (das Suchen von Hilfe), المُصَاحَبَةَ التَّبَرُّكِيَّةَ (begleitende Segenssuche) oder المُلَابَسَةَ (Verbundenheit) zum Ausdruck.

Und diese Bedeutungen schließen sich nicht aus. Hilfe zu suchen widerspricht nicht dem Segen zu suchen. Begleitung widerspricht nicht der Anlehnung.

بِسْمِ الله الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ

Iʿrāb der Basmalah und die Stellung von „الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ

Nachdem geklärt wurde, dass die Bāʾ in بِسْمِ الله nach der stärkeren Auffassung bedeutungstragend ist und an ein ausgelassenes Element gebunden wird, stellt sich die Frage nach der syntaktischen Einordnung der gesamten Formel.

Das Wort الله ist nach der richtigen Auffassung (على الصحيح) im Genitiv (مجرور) durch die Idāfa, da اسم hier als مُضاف verstanden wird.

Der Ausdruck الرَّحْمٰنِ ist – sofern man ihn als Eigenschaft versteht – ein نعت zu „الله“, ebenso الرَّحِيمِ.

Wird jedoch الرَّحْمٰنُ als Eigenname betrachtet, so kann er entweder als بيان (erläuternde Apposition) oder als بدل (Ersatzbezeichnung) fungieren. In diesem Fall ist الرَّحِيمُ als Attribut zu „الرَّحْمٰنِ“ zu verstehen, nicht unmittelbar zu „الله“, damit nicht ein بدل dem نعت vorausgeht – was syntaktisch problematisch wäre.

Gleichzeitig ist es zulässig, الرَّحْمٰنَ trotz seiner möglichen Eigennameigenschaft als نعت zu „الله“ zu betrachten, insofern man seine Bedeutungsdimension berücksichtigt. Diese Mehrdeutigkeit ist sprachlich anerkannt und sowohl grammatisch als auch rezitatorisch belegt.

Die Möglichkeit des „قطع النعت

Ferner ist es möglich, das Attribut abzutrennen (قَطْعُ النَّعْتِ), wenn der Bezug eindeutig ist. In diesem Fall kann man الرَّحْمٰنُ الرَّحِيمُ im Nominativ oder im Akkusativ setzen.

Ibn Mālik formuliert dies in seiner bekannten Regel:

«وَارْفَعْ أَوِ انْصِبْ إِنْ قَطَعْتَ مُضْمَرًا

مُبْتَدَأً أَوْ نَاصِبًا لَنْ يَظْهَرَا»

„Erhebe oder setze in den Akkusativ, wenn du ein verborgenes Subjekt oder einen verborgenen Regens abtrennst.“

Daraus ergeben sich – rechnerisch – neun mögliche Kombinationen der Kasus, die sich aus drei Varianten bei „الرَّحْمٰنِ“ multipliziert mit drei bei „الرَّحِيمِ“ ergeben.

Die allgemein akzeptierte und rezitierte Form bleibt jedoch der durchgehende Genitiv.

Andere Kombinationen sind sprachlich denkbar, jedoch nicht Teil der kanonischen Lesart.

Zur Stellung im Qur’an und die Frage der Zugehörigkeit

Erstens: Es besteht kein Widerspruch darin, dass die Basmalah am Anfang der Suren geschrieben und rezitiert wird, obwohl es unter den Gelehrten Meinungsverschiedenheit darüber gibt, ob sie Teil jeder einzelnen Sura ist. Es wird festgehalten, dass der Qur’an mit ihr eröffnet wurde – schriftlich und rezitatorisch –, mit Ausnahme von Sūrat at-Tawbah.

Zweitens wird überliefert, dass Ibn Masʿūd (رضي الله عنه) sagte:

Wer vor den neunzehn Höllenwächtern gerettet werden möchte, soll „بِسْمِ الله الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ“ sprechen, denn jeder Buchstabe sei ein Schutz.

Ebenso wird eine Anekdote über ʿUmar (رضي الله عنه) erwähnt, bei der die Basmalah als Heilmittel diente.

Diese Hinweise dienen nicht der juristischen Argumentation, sondern der Veranschaulichung der spirituellen Bedeutung dieser Formel.

Zur Gunst der Basmalah (فَضْلُ الْبَسْمَلَةِ)

Neben der begrifflichen, theologischen und grammatischen Erörterung der Basmalah finden sich in den klassischen Werken auch Überlieferungen über ihre besondere Gunst. Diese Berichte sind nicht Grundlage einer eigenständigen Lehre, sondern stehen im Kontext der Würdigung der göttlichen Namensnennung.

Bericht über ihre Nähe zum größten Namen

Es wird von ʿUṯmān ibn ʿAffān (رضي الله عنه) berichtet, dass er den Gesandten Allahs ﷺ über die Basmalah befragte. Darauf antwortete er:

«هُوَ اسْمٌ مِنْ أَسْمَاءِ الله، وَمَا بَيْنَهُ وَبَيْنَ اسْمِ الله الْأَعْظَمِ إِلَّا كَمَا بَيْنَ سَوَادِ الْعَيْنَيْنِ وَبَيَاضِهِمَا مِنَ الْقُرْبِ»

„Sie ist ein Name von den Namen Allahs, und zwischen ihr und dem größten Namen Allahs besteht nur so viel Nähe wie zwischen dem Schwarz der beiden Augen und ihrem Weiß.“

Angeführt bei:

السيوطي، الجامع الصغير (Nr. 6266);

ابن أبي حاتم في تفسيره;

الحاكم في المستدرك.

Der Ausdruck beschreibt eine besondere Nähe zur höchsten Form der Gottesbenennung.

Bericht über ʿĪsā (عليه السلام)

Es wird überliefert:

أن عيسى بن مريم عليه السلام لما أُدْخِلَ الكُتَّابَ قيل له: اكتب.

فقال: ما أكتب؟

قال: اكتب باسم الله.

فقال: وما باسم الله؟

فقال:

الباء: بهاء الله،

والسين: سناؤه،

والميم: مملكته،

والله: إله الآلهة،

والرحمن: رحمن الدنيا والآخرة،

والرحيم: رحيم الآخرة.

„Als ʿĪsā ibn Maryam (Friede sei mit ihm) in die Schule gebracht wurde, sagte man zu ihm: Schreibe. Er sagte: Was soll ich schreiben? Man sagte: Schreibe ‚Bismillah‘. Er sagte: Und was bedeutet ‚Bismillah‘? Da sagte man:

Die Bāʾ steht für die Herrlichkeit Allahs,

die Sīn für Seine Erhabenheit,

die Mīm für Sein Königtum,

Allah ist der Gott der Götter,

ar-Raḥmān ist der Barmherzige dieser Welt und des Jenseits,

ar-Raḥīm der Barmherzige des Jenseits.“

Erwähnt bei:

ابن جرير الطبري;

ابن عدي في الكامل;

ابن مردويه.

Bericht über die Wirkung der Herabsendung

Es wird überliefert:

«لَمَّا نَزَلَتْ بِسْمِ الله الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ هَرَبَ الْغَيْمُ إِلَى الْمَشْرِقِ، وَسَكَنَتِ الرِّيَاحُ، وَهَاجَ الْبَحْرُ، وَأَصْغَتِ الْبَهَائِمُ بِآذَانِهَا، وَرُجِمَتِ الشَّيَاطِينُ، وَحَلَفَ الله بِعِزَّتِهِ وَجَلَالِهِ أَلَّا يُسَمَّى اسْمُهُ عَلَى شَيْءٍ إِلَّا بَارَكَ فِيهِ»

„Als ‚Bismillah ar-Rahman ar-Rahim‘ herabgesandt wurde, flohen die Wolken nach Osten, die Winde beruhigten sich, das Meer bewegte sich, die Tiere neigten ihre Ohren, die Teufel wurden gesteinigt, und Allah schwor bei Seiner Macht und Majestät, dass Sein Name nicht über etwas genannt werde, ohne dass Er darin Segen lege.“

Erwähnt bei:

ابن مردويه;

عبد الكبير بن المعافى;

عطاء بن أبي رباح.

Bericht von Ibn Masʿūd (رضي الله عنه)

Es wird berichtet:

«مَنْ أَرَادَ أَنْ يُنْجِيَهُ الله مِنَ الزَّبَانِيَةِ التِّسْعَةَ عَشَرَ فَلْيَقْرَأْ بِسْمِ الله الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ، فَيَجْعَلُ الله لَهُ مِنْ كُلِّ حَرْفٍ مِنْهَا جُنَّةً مِنْ كُلِّ وَاحِدٍ»

„Wer möchte, dass Allah ihn vor den neunzehn Hütern (des Höllenfeuers) rettet, der soll ‚Bismillah ar-Rahman ar-Rahim‘ sprechen; Allah macht ihm aus jedem ihrer Buchstaben einen Schutz vor jedem von ihnen.“

Erwähnt bei:

وكيع;

القرطبي;

ابن عطية.

Hinweis zur Stellung im Qur’an

Die Basmalah erscheint ausdrücklich im Qur’an in:

{ إِنَّهُ مِنْ سُلَيْمَانَ وَإِنَّهُ بِسْمِ الله الرَّحْمٰنِ الرَّحِيمِ }

„Er ist von Sulayman, und er lautet: Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.“

(النمل: 30)

Zugleich steht sie am Anfang der Suren – mit Ausnahme von Sūrat at-Tawbah – gemäß der überlieferten Lesart.